Full text: Volume (Bd. 7 (1866))

250 HandelSr. Entscheidungen aus verschiedenen deutsch. Staaten.

rückständigen Maaren, mithin auch für die, von der Bestellung vom
16. Mai noch rückständigen Colli's 8. K. 2042 bis 2047, eine be-
stimmte Frist von acht Tagen gestellt; die Kläger haben aber diese
sechs Colli's gar nicht gesendet. Der Verklagte hat daher den von
den Klägern nur ausgeführten Th eil der Bestellung vom 16./17.
Mai mit Recht zu ihrer Verfügung gestellt.
Die Bestellungen vom 2. und 4. Juni sind erst am 2. Juli aus-
geführt, da erst an diesem Tage die betreffenden Facturen beim Ver-
klagten eingegangen sind. Rücksichtlich der Bestellung vom 4. Juni
war diese Ausführung unbedenklich verspätet, da diese Bestellung
binnen 14 Tagen ausgeführt werden sollte.
Aber auch die Ausführung der Bestellung vom 2. Juni muß
als verspätet angesehen werden, da zwar in dem Briefe vom 2. Juni
nur um „prompte Effectuirung" gebeten, in dem Schreiben vom
21. Juni aber, welches sich nicht nur auf die-Bestellung v. 14. Juni,
sondern auf „alle Aufträge" des Verklagten, mithin auch auf die
Bestellung vom 2. Juni bezieht, verlangt ist, daß die Kläger entweder
seine Aufträge effectuiren, oder ihm „umgehend" Nachricht geben
sollten, ob sie seine Bestellungen bewirken können, — worauf die
Kläger bis zum 2. Juli weder das Eine, noch das Andere gethan
haben. Dr. I.
Art. 33S.
II. Kauf auf Probe. Zurücksendung der nicht geneh-
migten Maare durch den Kauflustigen. Haftung
desselben für die auf dem Transporte geschehene
Beschädigung der Sache.
Erk. des Kreisgerichts zu Burg vom 19. April 1865.
(Original-Beitrag in Busch's Archiv, Bd. VI, S. 251.)
Art. 345.
III. Zusatz. NachwelchemörtlichenRechteistderUeber-
gang des Eigenthums des verkauften Handels-
guts auf den Käufer zu beurtheilen?
Erk. des Comm. u. Admiral.-Collegium zu Dan-
zig, und des Appellationsgerichts zu Marien-
werder. (Original-Beitrag in Busch's Archiv, Bd. VI,
S. 241.)

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