Full text: Volume (Bd. 25 (1872))

Literarische Umschau.

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beitragspflichtig ist, als sie für den Rheder gerettet wurde. 2. Wird
ein befrachtetes Schiff zur Vollendung seiner Reise unterwegs unfähig,
so ist der Rheder, wenn die Möglichkeit einer anderen Schiffsgelegen-
heit vorliegt, nach nordamerikanischem Recht verpflichtet, für die Weiter-
beförderung der Ladung auf seine Kosten zu sorgen. Damit stimmte
das Hamburgifche Recht vor dem deutschen Handelsgesetzbuche (Art. 634)
überein.
dir. 22, S. 147. 2. Anwendung der Untersuchungs- und An-
zeigepflicht des Käufers (Art. 347 H.-G.-B.) auf den Fall, wenn die
Waare succesiv in Abtheilungen geschickt wird, sowie wenn die Lieferung
an einem dritten Orte erfolgt, um dort gleich weiter verladen zu
werden. 3. Den Beweis, daß eine besondere Eigenschaft der Waare
zugesagt, z. B. daß nach Probe gekauft worden sei, hat der sich darauf
berufende Käufer zu führen. 4. Ist es streitig, ob die gelieferte
Waare die vertragsmäßige Beschaffenheit habe, so trifft den Ver-
käufer die Beweislast, wenn der Käufer die Waare zeitig zur Dis-
position gestellt hat, den Käufer dagegen, wenn er sie empfangen,
oder doch ausgenommen, und ohne genügende Constatirung ihrer Be-
schaffenheit darüber verfügt hat, und dann Preisminderung beansprucht.
Nr. 27, S. 182. Ist bei einem Lieferungsvertrage die Zeit der
Absendung vorgeschrieben, so muß, im Fall nicht Weiteres bestimmt
worden, angenommen werden, daß, wenn zwischen dem Absende- und
Bestimmungsorte direkte Eisenbahnverbindung stattfindet, der langsamere
und kostspieligere Weg der Frachtfuhrbeförderung jedenfalls ausge-
schlossen sein solle.
Im 2. Heft Nr. 32, S. 198. Gehört es zum Wesen der
Societät, daß jedem Socius als solchem Berfügungsrecht über die-
jenigen Vermögenstheile, auf welche die für den Zweck des Unterneh-
mens erforderlichen Handlungen zu richten sind, zusteht?
dir. 36, S. 226. 2. Ob und inwiefern die Beweiskraft eines
Gutachtens, wodurch nach Art. 348 des H.-G.-B. der Zustand einer
abgelieferten Waare festgestellt worden ist, angefochten werden kann,
hängt von den Proceßgesetzen jedes Staates ab. 4. Zugelassene Ab-
lehnung einer Waarenpartie wegen Beimischung contractwidrig beschaf-
fener Theile derselben. 5. Der Käufer einer ihm zugesandten Waare,
welcher nach Art. 347 des H.-G.-B. dem Verkäufer von der nicht
contract- oder gesetzmätzigen Beschaffenheit derselben Anzeige macht,
braucht nicht damit sofort eine Specialisirung aller einzelnen Aus-
stellungen zu verbinden.
dir. 50, S. 305. Contocurrentforderung betreffend.
Nr. 57, S. 349. 1. Bedeutung des Ladescheines nach den Be-
stinunungen des a. d. H.-G.-B. Wenn auch dem Institute des Con-
nossements nahe verwandt, kann er doch nicht als eine bloße Ausdeh-
nung des letzteren auf den Land- und Flußtransport angesehen werden.

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