Full text: Volume (Bd. 22 (1871))

Großherzogthum Baden. Art. 278. 279. 340. 348. 355. 321
Differenz als solche. Eine beredtere Sprache, als die vorliegenden
Telegramme sprechen, kann es für ernstliche Geschäfte nicht geben;
es heißt darin geradezu: „Kaufe, Begebe". Beklagtischerseits gesteht
man dies trotz des erhobenen Einwandes vollkommen zu; es wird
ausgeführt, daß Beklagter durch den Verkauf vom 21. Juli nicht
mehr in der Lage war, die Papiere in Prolongation zu geben
oder effectiv zu beziehen, unter nachdrücklichen: Hinweis, daß
derselbe eiir bemittelter Mann sei und sehr vermögliche Angehörige
habe.
„Es ist übrigens nirgends mehr, als im Geschäfte mit Werth-
papieren gebräuchlich, den Kauf und Verkauf eines und desselben
Papiers im Aufträge eines und desselben Committenten zu com-
pensiren, d. h. auf der Rechnung nur den Saldo des Kostenpreises
und des Verkaufserlöses erscheinen zu lassen, da dies, ganz gleich-
bedeutend mit der Belastung einerseits und der Gutschrift ander-
seits, nur die Bedeutung der Vereinfachung des Rechnungswesens hat.
„Daß ferner Beklagter Geschäftsmann ist, dafür liegt das
Merkmal in der fortgesetzten Geschäftsthätigkeit an und für sich
vor, überdies bezeichnet er sich ausdrücklich als solcher."
(Handelsgericht Mannheim, 26. Oct. 1870. In Sachen
Löwenik gegen Maas. *)
Art. 278. 279. 340. 348. 355.
Vereinbarung über Annahme der von den Klägern dem
Beklagten nach Probe verkauften und gelieferten Gerste.
Mustermäßigkeit der Waare?
Annalen XXXVI. 354.
Eiir Urtheil des großh. Handelsgerichts Manrrheim vom 23.
Dezember 1869 setzte fest:
„Die Beklagterr haben nach eingetretener Rechtskraft dieses
Urtheils durch ihren Theilhaber Gustav Oppenheimer den
Haupteid zu leisten:
Es ist nicht wahr, daß am 11. October 1868 in Mann-
heim zwischen mir (Grrstav Oppenheimers, dem Kläger
*) Gegen dieses Urtheil ist die Berufung ausgeführt und.werden wir
s. Z. über die Auffassung des Falles in den höheren Rechtszügen berichten.
Archiv für deutsches Handelsrecht. Bd. XXII. 31

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