Full text: Archiv für Freunde der Philosophie des Rechts und der positiven Jurisprudenz (Bd. 1, St. 1 (1805))

Eine dieser angeführten Erklärung gradezu
entgegengesetzte Auslegung von den Woiten
Karls macht Feuerbach *). Der Verf.
sagt nämlich am angeführten Orte: “hat der
Getödtete ' von Mehrern Wunden empfangen,
von welchen jede an und für sich tödlich ist,
so wird derjenige, welcher zuletzt ver-
wundet hat, mit dem Schwerdte bestraft.”
Als Grund für diese Behauptung führt der ge-
lehrte Verfasser theils die Worte des Art. 143.
der F. G. O. “von welcher sonderlichen
bandt er gestorben,” für sich an; theils beruft
er sich zur Unterstützung seiner Meinung auf
Li 11. Di ad Lt A
Allein nach meiner innigsten Uebezeugung
haben weder diejenigen Kriminalisten, welche
behaupten, dass derjenige, welcher von meh-
reren zuerst tödtlich verwundet hat, mit
der ordentlichen Strafe ausschliesslich belegt
werden müsse, noch hat Hr. Feuerbach,
r/jg. C. C. 5.5. Böhmer ad art. 14g. C. C.
$. 2. 3. Quistorp Grundsätze, Tbl. I. §.233.
Koch inslitut. jur. crim. §.463. Stelzer
Lehrbuch, H.455- Klein Grundsätze, §.2W.
Meister jun. principia jur. crim. H. 135.
Tittraann Grundlinien der Strafrechtswissen-
schaft §. 126. Vergl. damit dessen Anmerk.
2) des angeführten §. '
*) F e u e r b a c h Lehrbuch des peinl. Rechts,
zweyte Auflage, §. 226.

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