Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1805))

stige Wendung nahm. Und dies alles ward
durch einen Umstand veranlagst, der den Au-
gen der erfahrensten und gelehrtesten Männer
entgangen war, und worauf ein Kind auf-
merksam machen musste.
Der Beysitzer des Schöppenstuhls nämlich,
an welchen die Acten zum zweytenmale waren
versandt worden , und welcher in dieser Sache
referirt h »tte, nahm auf seinem Zimmer, nach-
dem im Kölle«io selber schon für den Kläger
war erkannt worden, die Obligation noch ein-
mal zufällig in seine Hände, und las sie durch.
Sein Sohn , ein kleiner Knabe von fünf fahren,
stand vor ihm, und wiess von ungefähr auf
die Verschreibung hin, indem er ausrief: da
ist Gold! Der Vater, welcher nicht wusste,
was dieser Ausruf bedeuten sollte, fragte das
Kind, und dies zeigte -»noch einmal auf den
Hand des l’apiers, und wiederholte jene Wor-
te. Der Marin besah die Stelle, und bemerk-
te jetzt auf der einen Seite an dem Rande des
Papiers eine kleine Stelle, welche vergoldet
war, und woraus er deutlich schliessen konn-
te, dass die ganze Obligation auf einem Papier
geschrieben sey, welches ursprünglich einen
goldnen Schnitt gehabt hatte, der aber rund-
herum, bis auf jene kleine Stelle abgeschmt-
ten war. Dies machte ihn stutzig. Er wus-
ste, dass man für gewöhnlich nicht auf Papier
mit einem goldnen Schnitt schreibe, und noch
weniger ein Kaufmann. Der Gedanke sties's
ihm auf, ob hier dennoch wohl nicht ein Be-
trüg statt finde, und das Papier vielleicht aus
einem Buche geschnitten sey, welches einen
goldenen Schnitt habe, und in welches, der

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