Full text: Archiv für Freunde der Philosophie des Rechts und der positiven Jurisprudenz (Bd. 1, St. 1 (1805))

riehst hp.yge3riickf.em Pcttschaft befindet. Die
Obligation selber war, narb der Handschrift
7,u nrtheilen, von dem Verstorbenen aufgesetzt
worden. Der durch diese Gegenfoderung in
.Anspruch genommene Gläubiger läugnet durch-
aus , Wissenschaft von dieser Obligation zu
haben, obgleich er die Namensunterscbrift,
welche noch dazu bcy diesem Manne über-
haupt sehr characteristisch war, für die. seinige
anerkennt. Ks kommt darüber zu einem Pro-
zess, und der Beklagte wird, da er Unt erschrift
und Pettschaft anerkennt, zur Berichtigung
der Obligation verurtheilt. Er appellirt an ein
höheres K.ollegium, die Acten werden an eine
auswärtige luristenfacultät versandt, das Ur-
tbeil kommt, und abermals zu Gunsten des
Klägers. Zu bemerken ist hiebey noch der
Umstand, dass der Beklagte eines theils schon
ein alter Mann war, und andern theils die
ausgestellte Obligation nach dem Datum in ei-
ne Periode fiel, wo der Beklagte anhaltend
sehr krank gewesen war, und der Schwieger-
vater des Klägers deshalb auch mehrere Ge-
schäfte für ihn geführt hatte. Hieraus nahm
der Kläger einmal den Grund her, warum der
Beklagte nicht die ganze Obligation selber ge-
schrieben habe, und anderntheils suchte er
auch daraus wahrscheinlich zn machet?, dass
der Beklagte leicht könne die Foderung ver-
gessen haben. _
Die Acten wurden mit Einwilligung bey-
der Partheyen noch einmal versand, und schon
hatte man wiederum den Entschluss gefasst,
für den Kläger zu sprechen; als die Sache mit
einemmale eine andre» für den Beklagten gün-

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