Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1805))

5.4. Sonderbare Entdeckung eines Falsums.

auszufüllen vergessen habe: dies alles mnss
ich dem Urtheil einsichtsvoller Männer über-
lassen.

Sonderbare Entdeckung eines
F a 1 s u in s.
Dass rechtswidrige Handlungen sehr oft
durch Kleinigkeiten, von denen der Verbre-
cher am wenigsten vermuthete, dass sie seine
Verräther werden würden, ans Tageslicht ge-
kommen sind, hat die Geschichte so mancher
merkwürdiger Kriminalfälle bestätigt. Auch
folgende Erzählung eines Falles, der zwar
schon vor einigen fahren geschehen ist, allein,
weniger bekannt seyn möchte, als sein Inter-
esse verdient, mag hiezu einen Beytrag gehen.
Zwey Männer in einer Stadt hatten seit
mehreren fahren in freundschaftlicher Verbin-
dung mit einander gestanden. Der eine stirbt
und der andre erinnert nach Verlauf eines Zeit-
raums von fast einem fahre den Schwiegersohn
des Verstorbenen an eine Federung von eini-
gen hundert Thalern, die dessen Schwiegerva-
ter von ihm erhalten hatte. Der Schwieger-
sohn macht eine Gegenfoderung von gleich-
falls einigen hundert Thalern, welche der
Verstorbene seinem Freunde geliehen haben
soll, und da dieser durchaus eine solche
Schuld verneint, so bringt jener eine dessfall-
sige Obligation zum Vorschein, die der erstere
zwar nicht selber geschrieben hat, untep der
>sich aber dessen eigenhändige Unterschrift

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