Full text: Archiv für Freunde der Philosophie des Rechts und der positiven Jurisprudenz (Bd. 1, St. 1 (1805))

tr.en bedienen könnenweil bekanntlich an
Sachsen eine grosse Verschiedenheit und Man-
nigfaltigkeit in Hinsicht der Gerichtsstände
herrscht. Das Weik des Verf. ist iin Ganzen
genommen , wenn man von einzelnen Klebrig-
keiten obsehe« will, ausführlich und richtig
«usgearbeitet worden. So z* B.würden viele
Leser es gewiss gerne gesebn haben, wenn
der Verf. sich auch über die Patrimonialge-
richte überhaupt ausgelassen hätte, welche er
mit Stillschweigen übergeht. Wenn Hr. B.
S’75 sagt: dass zur Begründung des Gerichts-
standes wegen eines begangenen Verbrechens,
die an einem Orte begangene That allein nicht
hinreiche, sondern auch die Ergreifung des
Thäters daselbst noch hinzukommen müsse;
so ist dieser Satz zum wenigsten offenbar un-
richtig ausgedrückt, und könnte manche der
Sache nicht kundige Leser sehr leicht auf den
Gedanken führen r dass das Forum des began-
genen Verbrechens allein nicht competent sey,'
mithin der Richter des Orts , wo das Verbre-
chen begangen worden ist, eine. Untersuchung
deshalb nicht vornehmen könne, * sondern nur
der Richter des fori domicilii'und deprehensio-
nis. Allein letztere haben uür den Vorrang
vor ersterem in Hinsicht der Untersuchung,
so lange dieser dieselbe noch nicht eingelei-
tet hat. , VT*

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