Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1805))

mehr, dass 5er Staat nur innerhalb seiner Gren-
zen Schutz gegen Rechtsverletzungen zu geben
verpflichtet sey, und dass er eben deshalb
auch nur Verletzungen* die innerhalb seiner
Grenzen begangen werden, bestrafen könne.J
Vom §. zg. — 43. redet der Verf. von dem sub-
jecti ven Grunde der Gebertretung eines Straf-
gesetzes, mithin vom Dolus, von der Culpa,
und der Dolus durch determinirten Gulpa. Der
Verf. folgt hier im Ganzen genommen Feuer-
bach, wogegen Ree. an und füc sich nichts
r.u erinnern hat; nur hätte er gewünscht, dass
■diese wichtige Lehre etwas ausführlicher wate
c»bgehandelt, und die Theorieen andrer Cri-
minalisten mehr wären gewürdigt worden,
Die folgenden HH. beschäftigen sich hierauf
mit dem ebjectiven. Grund der Verschiedenheit
der Uebertretu-ng -eines Strafgesetzes. Die
Lehre von Urhebern und Gehülfen eines Ver-
brechens wird bey dieser Gelegenheit ziemlich
vollständig vorgetragen. £Werm der Verf.
bey der Lehre von vollendeten und versuchten
Verbrechen im §. 54- wo die "Rede von der
blossen Endigung des Verbrechens ist,
behauptet, dass, Wer in der Absicht durch
<5ift zu tödten, jemanden Gift beybringt, oh-
ne ihn dadurch zu tödfcen, ein. geendigtes aber
nicht vollbrachtes Verbrechen begangen habe';
so würde dies Beyspiel zwar nach der Natur
der Sache ganz richtig gewählt seyn, aber nur

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