Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 2 (1804))

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zustehe *). Nachstdem beruft er sich auch auf daS
Sternberger Stadtreglement vom 2osten Februar
1756., §. 170.**), kvelches jene Vorschrift deS
jübfchen Rechts bestätiget. Dies veranlaßt ihn zu
der Bitte, dem Beklagten die Ueberlassung des
Hauses c.p. an ihn für das von Ravensche Oblatum
anzubefehlen. Zugleich bringt er gegen den von
Raven ein Inhibitorium wegen aller Neuerungen,
Der-

*) Lübschcs Recht L. I. T. II. Art. 5. Es soll kein
Bürger sein Erbe undEigcnthumb einem Gast oder
Frcmbden oder andern, welche unser Bürger nicht
scyn,versetzen oder vcrpfendcn,oder, zu trawcnhandcn,
demselben rum Besten, zuschrciben lassen, cs ge-
schche auch durch durch was Weise und Undcrschlclff
es wolle re. k. Glcichergcstallt soll es auch gehalten
werden, wann einem Frembdcn ein Erbe allhier
ansticbet, der soll dasselbe auch nicht an Frcmbde
vereussern, sondern an Bürgern bringen.
**') Stcrnb. Stadtreglcmcnt §. 170. Der Bürger hat
für einen Aushcimlschcn in Absicht der feilen unbe-
weglichen Gütern das Nähcrkaufsrccht, wie denn
auch ein Auswärtiger und nicht zum Bürger ange.
uoniinencr die angckauftcn, und auf dem Stadtfelde
bclegcncn Acker, Wiesen und Garten einem Bürger,
^ so bald er es verlanget, für den Preis, wofür er
solche Grundstücke gekauft, wieder abstehcn muß.

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