Full text: Volume (Bd. 2 (1804))

( 6z )
Laut der Klage soll aber der Acker nur etwas
länger als 5 Jahre in den Händen deS
Beklagten gewesen seyn; und dieser hat weder ange-
führt , noch erwiesen, daß er denselben länger
besessen habe. Von den übrigen Requisiten einer
solchen Verjährung ist ebenfalls nichts erwähnt;
daß es mit der bona fide insbesondere mislich aus-
sehen würde, ergibt das Vorhergehende. Sollte
aber gar von der Verjährung der Klage die Rede
seyn: so würde der Zeitraum noch weniger abgelaufen
seyn können. Einreden der Art, die ohne richtige
Angabe des fundamenti excipiendi vorgebracht sind,
verdienen auch dann keine Beachtung, wenn sie,
wie hier nicht einmal geschehen ist, zu rechter Zeit
vorgetragen werden.
11) Die Bestätigung des ersten slrtheils würde
der Regel nach, auch die Condemnatio« in die Kosten
zur Folge gehabt haben, wenn sie sogleich in der
Appellativus »Instanz geschehen wäre. Daö jetzige
Reformator-Urtheil tritt aber nunmehr in die Stelle
des Erkenntnisses in Appellatorio, und wir haben
also, der Regel zu folgen, desto weniger Bedenken
gefunden, da der Beklagte bey dieser Sache nicht
aufrichtig zu Werke gegangen ist, vielmehr eine
jCompensation der Kosten Veranlassung geben würde,
Archiv f.d. Rechtsgel. 2. B. g hxx.

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