Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 2 (1804))

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Vor Abfassung des Erkenntnisses beruft sich
Beklagter noch darauf, daß er als Bürger, vermöge
des Stadt - Reglements H. 64. *), ein Vorrecht
vor einem Fremden gehabt, und also das jus
reluenöi gültig ausüben können; daß ferner nach
5 Jahren dagegen keine Protestation mehr anwend-
lich, und er durch die Verjährung gedeckt fty; und
daß endlich die producirten Zeugen testes plane
inhabiles waren.
Das Stadt-Gericht zu Lübz fället hierauf das
Unheil:
Daß, da die Zeugen für zulässig anzunehmen,
und durch diese das erwiesen worden, was
dem Kläger zu beweisen obgelegen, hienächst
auch des Beklagten in seiner Rorular-Deduc-
tion sich angemaSte Befugnis einer Reclama-
tio» deS Ackers, nach dem Stadt-Reglement
kei-

*) Lübzer Stadt. Reglement §.64. Von
nun an ist cs gänzlich untersaget, liegende Gründe
tum handhabenden Pfand niesbräuchlich, oder nur
»viederkäufiich, an Auswärtige zu überlassen oder
zu verheurcn, bcy Strafe der Nichtigkeit oder
Aufhebung einer solchen Handlung.
Archiv f. d. Nechtsgel.-I.B. 2

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