Full text: Volume (Bd. 2 (1804))

C 242 )

§. 13.
Auch gehöret die Anordnung und Beobachtung
der Brod- und Fleischtaxe nach Landeögesehlicher
Vorschrift privative zu den Pflichten des Herzogl.
Stadtrichters. In Gefolge dessen wird dem Amte
der Bäcker eine Tabelle zugeflellet, worin der Preis
und das Gewicht, in welchen das Brod verkauft
werden muß, nach Verhältnis der Kornpreise genau
zu berechnen ist. Der Stadtrichter aber hat, damit
die Bäcker solcher Anweisung gehörig nachleben, so
oft sich die Kornpreise merklich ändern, das Gewicht
auf einer dazu anzuschaffenden, und vom Rathhause
auszuhängenden Tafel, zu bemerken, demnächst
durch den Gerichtsdiener öfters allerlei Brod aus
den Bäckerhäusern unvermnthet aussuchen, und auf
die Gerichtsstube bringen zu lassen, dasselbe nach-
zuwägen, und das zu leicht befundene unter die
Armen zu vertheilen, auch zuweilen, damit hier-
unter desto weniger Unterschleif vorgehe, persönlich
selbst und unvermuthet das Brod in den Bäcker-
häusern zu untersuchen, und nach dem Befund
vorgeschriebenermaassen zu verfahren, allemal aber
den Bäcker der sich hierunter vergangen, oder auch
Gerstenmehl, oder auSgebeutelte Kleie, in den
Teich mischet, auch das Brod nicht rein und gaar
aus-

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