Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 2 (1804))

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an den dazu anzuweisenden Orten geflossen werden;
und wenn jemand die einem andern zugehvrenden
Weiden beraubet, oder sich von Stadtsreyheiteu
eigenmächtiger Weise etwas anmasset, oder im Korn
oder in den Wiesen Schaden mit seinem Vieh an»
richtet, oder von der Fahre seines Nachbaren über
die Halste mähet, oder fremde Zäune ruiniret, oder
zur Erndtezeit des Abends nach io Uhr Korn vom
Felde holet, so tritt ebenmässig ausser der Erseßung
des etwa verursachten Schadens eine nachdrückliche
Bestrafung ein.
H. 54. Von den Fällen, die ausser den im
§. 46. erwähnten Strafgefällen einem Contravenien»
ten zuerkannt werden, soll der jedesmalige Denun»
eiant den einen Halbscheid erhalten, der andere
Halbscheid aber in die Kämmereicasse zur Berech-
nung stiessen, und sofort assignirt werden.
§. Wer nicht ein Drömbt Aussaat an
Acker, entweder eigenthümlich oder miethöweise be-
sitzet, soll kein Pferd aufs Feld oder auf die Weide
ohne Erlegung eines gewissen Weidegeldes bringen;
und damit auch in der Folge kein Streit darüber
entstehen könne, wie viel Scheffel Aussaat für jedes
Pferd zu berechnen und anzuschlagen sind, so wird
hiedurch festgesetzet, daß durchgängig auf jedes
Pferd

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