Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 2 (1804))

( *71 )

Md die Schlage vermeiden dürfte, für welche er
«ine so grosse Furcht gehabt zu haben behauptet, daß
diese allein ihn abgehalten haben soll, an dem
Einbrüche in Röcknitz einen Antheil zu nehmen.
Die Geständnisse des Jnquisiten stellen demnach
jeden seiner i6 Pferdediebstähle als eine Thatsache
dar, von welcher rechtlich nicht weiter gezweifelt
werden kann, daß sie würklich so von ihm verübt
worden sind, als er sie begangen zu haben bekannt
hat. Beurtheilt man jede dieser seiner factisch
wahren Begangenschaften nach der Vorschrift der
bey den Akten bestndlichen landesherrlichen Verord-
nungen (vom zken April i?75- und i zken April
1788-), so zeigt jede den Jnquisiten als einen
Pferdedieb; und jede dieser seiner Begangenschaften
tragt die unverkennbaren Merkmale eines solchen
Verbrechens an sich, dessen Thäter feine Missethak
mit dem Strange büssen muß. Diese Landesgesetze
verordnen bestimmt und deutlich, daß alle und
jede Pferdediebe u n a b b i t l i ch mit dem Strangs
.bestraft werden sollen.
Die Gesetzkraft dieser Verordnungen ist gegen
die aus dem Mecklenburgischen Territorial »Staats«
rechte entlehnten Zweifel völlig sicher. Der bekannte
Landes - Erbvergleich von 1755. beschränkt den
Regenten

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