Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 2 (1804))

( 167 )
Seite gar sehr daran gelegen seyn muste, daß, wenn
die eingestandene That wirklich geschehen wäre, ste
zur Kenntnis und Untersuchung deö Richters gelange,
kann freylich kein solches seyn, welches ein Straf-
erkenntnis begründen kann» Ihm würde das gefetz.
liche Erfordernis der Wahrscheinlichkeit abgehen.
Wenn daher
Leyser spec, 561. med. 1.
Meister Ioc. cit. §.414. not. a.
Stelzer Lehrbuch deö Kriminalrechts
§. 7Z9-
v. Quistorg a. a. O. §.631. not. a.
zu einem Geständnis, das in Absicht der Veru»
theilung zur Strafe hinreichend seyn soll, erfordern,
daß ausser dem Geständnis des Inquisiten das
Corpus delicti ausgemittelt und erwiesen sey: so
können ste unter diesem Nebenbeweise keine andere
moralische Gewisheit, welche sie hierzu für zureichend
erklären,
v. Quistorp a. a. O. not. b.
vernünftiger Weise verstehen, als diejenige ist,
welche daraus entspringt, daß zu der von dem
Inquisiten angegebenen Zeit an dem angegebenen
Orte, unter den von ihm angegebenen, Spuren nach
sich lassenden Umständen, so etwas wirklich geschehen
ist.

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