Full text: Volume (Bd. 2 (1804))

(. r6z )
Verbrechens für verdächtig zu halten , und gegen
ihn Zwangsmittel zu gebrauchen: so halt sie es für
überflüssig, zu verbieten, einen Verbrecher zu
martern, welcher ein mit allen gesetzlichen Erforder--
nisien versehenes Geständnis seiner Begangenschaft
abgelegt hat. Offenbar würde man wider den
Geist dieser Gesetze handeln, wenn man ihnen den
Grundsatz unterschieben wollte, daß zur Erkennung
einer Lebensstrafe erforderlich fey, daß auffer dem
Vekenntniffe des Angeschuldigten, die Missethak
überdem noch strenge bewiesen seyn müsse. Denn
eine genehmigte, nicht widerrufene Urgicht würde
sodann nie ein Straferkenntnis dieser Art begründen
können. So wie es daher die Reichs-HalS-Gerichts»
Ordnung für unnütz hielt, ausdrücklich zu verordnen,
daß eine Lebensstrafe erkannt werden könne, wenn
der Missethater seines Verbrechens geständig ist;
' und daß dazu nicht erforderlich sey, daß er seiner
Miss-khat nicht nrfr geständig, sondern auch
dieselbe ausserdem noch strenge erwiesen sey: eben
so wenig erfordern dieses die hier vorzüglich zu
berücksichtigenden LandeSgesehe, wenn sie verordnen:
daß alle und jede Pferdediebe in den Herzogl.
Mecklenburgischen Landen, die der Thar
geständig und überwiesen sind,
unckb«

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