Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 2 (1804))

5.19. Der gewöhnliche Justitiar ist in Kontraktsfällen, in denen der Gutsherr nach den 413 §. des L. G. G. E. V. verpflichtet ist, ein unpartheiisches Gericht niederzusetzen, für einen zulässigen judicem delegatum nicht zu achten

C I24 )
XIX.

Der gewöhnliche Iustitiar ist Ln Kon-
traktsfallen, in denen der Gutsherr,
nach dem 4izten H. des L. G. G.
Erbvergleichs, verpflichtet ist, ein
nnpartheyisches Gericht niederzusez-
zen, für einen zulässigen Zuäicem
6eie§3tum nicht zu achten.

Der Herr Hofgerichtö -Affessor von Kamptz hat
hierüber im 2ten Bande. seiner Rechtssprüche N. 23«
ein praejudicium angeführt. Auch die Justiz-Canzley
zu Rostock verführt nach eben den Grundsätzen wie
das Hof- und Landgericht. So ward in Sachen des
Holländers Boje c. den Kammerherrn von Hahn zu
Langhagen, da der Erster« wegen nichtigen Versah,
renö, und besonders auch darüber, daß der gewöhn»
liche Patrimonialrichter in einer des Gutsherrn eigene
Person betreffenden Sache entschieden habe, an das
genannte Landesgericht querulirte, unterm 2Zsten
April

*) von Kamptj Rechtssprüche, -terB. N.cxxm,
S. 64.

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