Full text: Volume (Bd. 2 (1804))

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Kindes, der mindesten fünf Zoll im Durchmesser
hatte, durch zu bringen.
Unter diesen Umständen sey eine natürliche
Geburt unmöglich, und die Wendung sowohl, als
die Anlegung der Zange eben so unanwendlich ge«
wesen, der Kaiserschnitt aber und die Trennung der
Schaambeine, als die beyden einzigen, ausser der
Enthirnung noch übrig bleibenden Mittel, wären
nach dem Zeugnisse der grösten Geburtshelfer gerade
die gefahrvollsten und lebensgefährlichsten für die'
Mutter, auch im vorliegenden Fall bey der Schwäche
derselben es, sie anzuwenden, nicht möglich gewesen.
Gleichgültig bleibe es, welches Instruments man sich
zur Enthirnung bediene, also komme auch dieserhalb
den Jnculpaten nichts zu Schulden.
Aus diese Gründe, denen der Defensor noch den
hinzufügt: es gebe kein Gesetz, welches den Richter
ermächtige Unwissenheit und Jgnorenz an sich zu
bestrafen, stützt derselbe den Antrag, den Inculpa»
ten von aller Strafe, und dem Kostenersatze frey zu
sprechen.
Die Justiz - Canzley sandte die Akten zur Ab-
fassung eines Erkenntnisses an die Juristen-Fakultät
zu Helmstädt, die nachstehendes Urtheil sprach.

Urtheil.

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