Full text: Volume (Bd. 3 (1807))

( 68 )
Worte „ohne Ausnahme" befindlich sind, und
es sonach wohl den Anschein haben könnte, als sey,
wenn auch unstreitig nach Anleitung der H. G. O.,
doch mit vorzüglich niedriger Schätzung daselbst an-
gegebener auf Milderung deutender Punkte darnach
zu erkenuen. Allein wenn man dagegen beachtet, daß
mit den Worten „ohne Ausnahme die äußerste
Strenge der Gesetze" die Anweisung nach Maas-
gabe der Karolinisthen Konstitution zu urkheilen,
unmittelbar verbunden ist, so leidet es wohl
keinen Zweifel, daß die erwähnten Worte „ohne
Ausnahme" nicht die in jenem Reichsgesetze vor-
kommenden Bedingungen für Strafe ändern, son-
dern nur alle aufblossem Gerichtsbrauche be-
ruhende Minderung der dort bestimmten Strafen
entfernen sollen, so wie denn dadurch, daß nicht
bloS von äusserster Strenge, sondern von Strenge
der Gesetze (im Gegensätze zum blossen Ge-
brauche) die Rede ist, auch in der Einleitung zu
dem Gesetze es heißt:
durch härtere Bestrafung — als bisher
geschehen,
die gegebene Erklärung bewährt wird.
Nächst dem aber scheint eö, als fey nun noch
ein Umstand übrig, welcher, bei vorliegender Gattung
von

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