Full text: Volume (Bd. 3 (1807))

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Kleinschrod, §. 148. 150.
Eben so wenig kommt das srcimüthige Geständnis
sodann in grosse Anrechnung, wenn der Delinquent
Dinge, darüber man ohnehin den Beweis hak, oder
von denen er vermuthen muß, daß er ihrer über-
wiesen werden könne, eingestehet.
Ebend. §. 152. f.
Und im gegenwärtigen Falle zweifeln wir an der
Wahrheit seiner, weder durch die angestellten Er-
kundigungen bestätigten, noch durch innere Wahr,
scheinlichkeit sich empfehlenden Aussagen, wie schon
vorhin erwähnt ist. Wenn gleich in manchen
Punkten seine anscheinlich vorher einstudirte Aus-
sage sich ziemlich gleich bleibt, so geben sich doch
in andern Punkten noch mehrere Variationen auf,
welche die Glaubwürdigkeit schwächen. So ist
z. E. das Anführen wegen des Fuhrmanns An-
dreas, und der Gang nach Prenzlow, selbst nach
den eignen Angaben des Inquisiten durchaus un-
glaublich. Daß er endlich die Absicht nicht gehabt,
durch die gestohlnen Pferde sich ein Fuhrwerk zu fei-
nem Handel zu verschaffen, zeigt sein Benehmen
"nach der Thak, wodurch er von jenem Zwecke ganz
abging, und, wenn seine Aussage richtig ist, aus
Unbesonnenheit schon wieder in der Lage war, Pferde
stehlen zu müssen. 14)

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