Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 3 (1807))

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zu urtheilen ist, kein grosses Gewicht haben. Wenn
zum Beispiel
Geister princ. jur. crimin. $.210.
sagt:
Hinc propitia lege hodie in praxi obser*
vatur, ut propter folam magnitudinem, fi
non aliae aggravantes circumflandae acce-
dant, capitalis poena non facik obtineat;
so würde diese Auctorikät hier im mindesten nicht
entgegenstehen. Denn wenn auch die Todesstrafe
nicht leicht, und nicht so leicht, wie ehedem,
angewandt werden darf, so folgt daraus doch nicht,
daß sie gar nicht anzuwenden sey, vielmehr würde
eine solche Behauptung dem Gesehe gradezu wider-
sprechen. Und dann setztMeister den Mangel jeder
circumstantiae aggravantis als Bedingung feiner
Behauptung an: hier bietet aber das Object, näm-
lich die gestohlnen Pferde, eine circumstantiam ag-
gravantem dar, die durch ein dem juri communi
derogirendes LandesgefeH sehr wichtig wird, und die
Meister selbst in dem bald folgenden §. 214. als
eine solche anführt. Wenn wir also auch alles das,
was
Böhmer in med. ad C. C.C. art. 160. §. 4.
an Hand giebt, wohl erwägen, so wird doch dadurch
keine „

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