Full text: Volume (Bd. 3 (1807))

( 45 )
fel übrig, daß der so leicht zu verübende und häufig
unbestraft bleibende Pferdediebstahl durch Todes-
strafe, selbst mit Auöschliefsung des landesherrlichen
Begnadigungs - Rechtes, verhindert werden sollen»
Dies konnte um desto weniger Bedenken finden, da
Mecklenburg nicht das erste Land ist, welches eine
solche strenge Beahndung einführt. Bekannt ist
es, daß im Hannoverschen schon seit vielen Jahren
die Todesstrafe unter einigen noch strengern Neben,
bestimmungen auf den Pferdediebstahl gefetzt ist,
Böhmen diss. de abigeatu et furto equorum,
Cap. III,
und daß eben diese Strenge im Wolfenbüttelschen
schon feit 1706 Statt gefunden hat
FrederSdorf's kromtuarium, 2 Th. S. Z06»
Es kann also nicht befremdend seyn, daß man in
Mecklenburg, wo der Ackerbau einen vorzüglichen
Schuh erfordert, und die Stallfütkerung nach den
bisherigen Erfahrungen nicht allgemein anwendlich
ist, ein ähnliches Gefch erlies, nachdem man durch
eine lange Erfahrung belehrt war, daß die bisheri-
gen gelindern Strafen des Zwecks verfehlten.
8) Der in dem Gesetz gemachte Bezug auf
die peinliche Halsgerichts - Ordnung ändert auch
hierin nichts, sobald man die ganze Fassung genau

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer