Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 3 (1807))

C 329 )
ganz fehlt, können nicht mitgerechnet werden; und
gesetzt, der Zufall legte sie auch zuweilen in die
Hände eines in jeder Rücksicht geeigneten SubjectS;
was frommt dieser einzelne Fall? Steht es doch
dem Gerichtsherrn in Mecklenburg frei, heute die-
sen , morgen jenen, wie seine Laune e» will, zu sei-
nem Patrimonial-Richter zu ernennen. Nicht Ge-
schicklichkeit, — Verhältnisse und Freundschaft ber
stimmen die Wahl. Ist gleich die Verwaltung
der Gerichtsbarkeit meistens in den Händen der Ad-
vocaten *), die öffentlich geprüft sind und Proben
ih-

scheint mir doch auch den Schöppen Antheil an der
richterlichen Gewalt zuzugestehe« Sind gleich
jetzt die Beisitzer nur des Beweises und gerichtliche«
Glaubens wegen zugegen; so schließt dies die nö-
tige Aufmerksamkeit auf die richterlichen Handlun-
gen —Evntrokle des Richters —nicht aus. Dazu
sind aber Schneider, Schuster, Holländer und
Statthalter nicht geeignet.
->) Gesttzlich ist dies nicht nothwendig, wie denn über-
' Haupt die Stelle des Erbvertrags ($- 425.), „ es
„sollen aber übrigens die von Ritter- und Landschaft
„schuldigseyn, ihrGcricht mit tüchtigen Män-
„nern zu besetzen," sehr unbestimmt ist, weil sie
alles der subjektiven Ueberrrngung des Gutsherr«
anheimstellt.

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