Full text: Volume (Bd. 3 (1807))

( 328 )
Staatsgewalt eingeschränkt ist *). Man erwäge
nur vorurtheilsfrei die Art ihrer Handhabung, dis
Nachtheile, die daraus der heilsamen Justiz erwach-
sen, und man wird das Unheil begründet finden.
Immer befindet sich die Crimmaljustiz bey
Patrimonial-Gerichten in den Händen einer einzigen,
oft nicht hinlänglich erfahrnen Person •**), denn die
ungelehrten Beisther***), an denen es häufig genug
ganz

Patrimonialgerichte mindestens unter einer bestän-
digen Aufsicht, sowohl in Rücksicht des Personals,
wie des Verfahrens; so müssen die Acten z. B. an
die Landes-Iustii-Colfegia naä) geführter vorläufiger
Untersuchung eingesandt und von ihnen die Directio»
des Proeeffcs erwartet werden. Es fehlt ferner
nicht an Instizvisitationen und Controllcn. Bey
uns findet bekanntlich dies alles nicht statt- Weiter
unten wehr hierüber.
*) Ungeachtet aller Einschränkungen im Preussifchen
war doch das Nachtheiligc derPatrimonial-Gerichts,
barkeit sehr fühlbar. Dies bekennt die Regierung
selbst. M. s Gencralplan a. a. O. Abschn. i.
*") Lehsten a.a.O. S.84. Ucber die Stadtgerichte in
dieser Rücksicht sehe man weiter unten.
***) Die P. H. G.O. verlangt jur Besetzung des pein-
lichen Gerichts freilich nur einen Richter, allein sie
scheint

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