Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 3 (1807))

( Z26 )
Justiz ausüben, -er Mangel einer Verbindung
derselben unter sich, und, bey der bestehenden Ver-
fassung, die Unmöglichkeit einer gehörigen Aufsicht
der höhern Gerichte, sind neben andern, deren ich
weiter unten erwähnen werde, die Haupthindernisse.
Und da zu deren Entfernung bis seht nichts Wesent-
liches von Seiten der geschgebenden Gewalt geschah,
fo ist es leicht erklärbar, wenn selbst das Gute,
was einzelne der erlassenen Verordnungen hätten
Hervorbringen können, nicht immer erreicht wurde.
Mangel an Einheit der Behörden
ist in Mecklenburg das grosse Uebel, welches der
kräftigen Handhabung der peinlichen Rechtspflege
entgegen steht. Amts«, Skadkr und Patrimonial-
Gerichte üben diese aus. Nahe an tausend verschie-
dene Jurisdictionsbezirke sind für den Verbrecher
eben so viele Erleichterungsmittel, sich dem Arme
der Gerechtigkeit zu entziehen, sind es um so ge-
wisser, als ein grosser Theil derselben fdie Pakri-
monial-Gerichtes Criminal-Gerichte bildet,, wie sie
nicht seyn sollten, und es diesen an allen Mitteln
zur kräftigen Ausübung der Justiz fehlt. Bleiben
wir zuerst bey den Patrimo n ia l - Gerichten
stehen.

So

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