Full text: Volume (Bd. 3 (1807))

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„richtlich zuerkannt werden kann; alle Umstande,
„welche nach Recht und Gewohnheit einen solchen
„Jnq-Üsilen von der Lebensstrafe befreien, bei Ab-
„ fasiung der Sentenz", in Betracht kommen sollen,
gleichwohl auch hierunter doch nichts, das dem kla-
ren Buchstaben dev Gesetzes, welches gegen alle
und jede Pferdediebe die Lebensstrafe anordnet und
in diese Qualität eigentlich die Bestimmung deö Ver«
brechens nach dem Gegenstände der Entwendung
setzt, Abbruch thun würde, zu verstehen, mithin
solche Strafe doch nicht wieder an die Bedingungen
des großen, gefährlichen oder dreifachen Diebstahls
gebunden seyn kann; hingegen den MilderungSgrün-
den, die sonst nach gemeinem. Recht eintreten wür-
den, dadurch allerdings Einstuß zugestanden, nur
immer dabey, daß hier zugleich Hl. über einen
dreifachen Diebstahl zu erkennen sey, nicht zu
übersehen ist, und nun pd 12) bei so vielen gestohl-
nen Pferden kaum ein Zweifel an der Quantität al-
ler dieser Entwendungen zusammen genommen statt
stnden kann, selbst aber, wenn man auch nur aus
den Hundorfer Diebstahl allein sieht, der Bescha-
digte den Werth beider Pferde auf 140 Rthl. an-
gegeben, welches auf zwei Diebe vertheilt, 70 für
jeden ausmacht, die Diebe aber selbst 6 Louiöd'or
dafür

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