Full text: Volume (Bd. 3 (1807))

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Wenn wir aber auch nach Anleitung des jüng-
sten hohen RescriptS die persönliche Zeugem'nhabili-
tat ganz bey Seite setzen, und nunmehro von dem
alleinigen GesichtSpuncte ausgehen: Daß E.H.D.
jene Vorladung von AmtSwegen nicht gestatten zu
können, gnädigst dafür halten: So kann doch
0 ein an sich rechtliches Decret daourch, daß
irgend Jemand demselben widersprechen zu können
glaubt, an seiner Rechtlichkeit nichts verlieren. Die
Gesetze und Proccsordnung verbinden den Richter,
im Beweiöverfahren auf Zeugenvorladung zu erken-
nen, wenn von dem Producenten darauf angetragcn
wird- Ob die Parkheien, die Zeugen, oder irgend
ein Dritter, ein Recht zum Widerspruche gegen jene
Vorladung zu haben glauben, kann ihn unmöglich
irre macken. Er gehet den Weg Rechtens und er-
wartet die Vorträge der Partheien, oder ekwanigen
sonstigen Interessenten. Der Kürze halber beziehen
wir uns hiebey auf die lefenswerthe Abhandlung ei-
nes scharfsinnigen Schriftstellers neuerer Zeit „ über
„ das Verhältnis der positiven Thätigkeir des Rich-
„ters zu der Willkühr der Parthcien."
Cf. Gönners Handbuch des ProcesseS, rter
Theil Nr. XXVII.
Derselbe zählet zwar §. 25, die Verwerfung ganz

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