Volltext: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 3 (1807))

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nicht nach Mecklenburgischen, sondern nur nach ge-
meinen deutschen Rechten, so bald aber nun auf diese
gesehen würde, alsdann der Pferdediebstahl, wie
ein gewöhnlicher Diebstahl zu bestrafen seyn, und
es alsdann, weil die etwanigen Qualisicationen der
Diebstähle zu gering zur Beachtung bey einer so
harten Strafe erscheinen, blos III. auf die Bestim-
mungen des dreifachen Diebstahls ankom-
men möchte, bey dessen Beurtheilung aber, um
des ganz offenbar ungegründeten Vorgebens, daß
sie blos ein continuirtes Verbrechen in sich enthiel-
ten, nicht weiter zu erwähnen, 12) nach der billi-
gen und nicht von Gründen entblööten Meinung
der meisten Praktiker zugleich darauf, daß die meh-
reren Diebstahle zusammen genommen einem grossen
gleich kämen, zu sehen ist, diese Quantität indessen,
welche gleichwohl noch ZU dem corpore delicti,
nemlich hier furti tertii, gerechnet werden MUS, we-
gen der oberwähnten schwankenden Beweise für die
Gewisheit des Verbrechens sehr zweifelhaft zu seyn
scheint, besonders da die Taxe des Jnquisiten selbst
zuweilen zu gros ausgefallen seyn möchte; ferner
13) die Wiederholungen der Verbrechen nicht in
einem und demselben Iuriödictionsdistrict vorgekom-
men, darum dem Anschein nach nicht wie ein drei-
faches

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