Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

c 6» )

Da ohne Zweifel der Werth der Selbststän-
digkeit des Richters ferner eben so lebendig er-
kannt wird, wie ihn die Gesetzgebung in unserm
Vaterlande und in ganz Deutschland bisher aus-
gesprochen hat, so wird man im Wesentlichen
mir den vorstehenden Ansichten übereinstimmen,
die , nichts anders bezielen, als — wie ein be-
rühmter Schriftsteller sehr richtig sagt*) — der
Richter eben dadurch, daß er von allen Vorschriften
der Staatsbehörden unabhängig gemacht rst, —
gegen den Einfluß der Partheien zu sichern. Es
blerbt

der Regel erfordern, ist die Kälte in Prüfung
der gegenseitigen Gründe, die bedächtige Erwä-
gung der Verhandlungen fremde, die doch eben
so nothwendig zu Entscheidung der R< chtsstrei-
ligkeiten erfordert wird, als Studium der Ge-
setze und eine für Rechtssachen eigends geschärfte
Urcheilskraft.— Gönner Staatsrecht. $. 300.
—— Sehr wahr sagt daher Brissot de IVarwelle
observations sur les ouvrages de feu Msr.
Prost de Roger: „si jamais il prenoit fantaisig
„a un Söuverain, de reduire en pratique ce
„principe (celui d’administrer la justice lui
j,meme) son regne seroit un tissu d’horreur*
„judicaires, s’il aimoit le despotisme, bon est
„juste il seroit mille fois troitipe/f
*) v. Almendingen ä. a. O. nr- H.

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