Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 4 (1818))

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ten empfiehlt er, bei künftigen Fällen dem Collegis
die Erlaubniß zu ertheilen, daß es Vorschläge zur
Wiederbesetzung machen dürfe, ohne jedoch dev
freien Wahl des wiederbesetzenden TheilS Ein-
trag zu thun, wenn ihm die Vorgeschlagenen
nicht gefielen. „Es giebt bei der Wahl dev
„Personen Rückfichten für das Beste des Ge-
„schäfts, die von niemanden mit mehr Vorsicht
„und Sorgfalt verfolgt werden können, als von
„den eigenen Mitgliedern eines Collegii, dem
„für den Effect seiner Bemühungen alles daran
„liegen muß, Vertrauen zu seiner Fähigkeit und
„seinem gesetzmäßigen Willen begründet zu sehen.
„Auch weiß niemals jemand besser, als die Mit-
„glieder des Gerichts selbst, von welcher Seite
„es ihm gerade anfangen möchte, zu fehlen."
In der zweiten Abtheilung der Schrift, die
dem Verfahren des Ober-AppellationSgerichtS
gewidmet ist, wird die möglichste Beschränkung
aller überflüssigen Formalien, und eine solche
Verhandlung der Appellations-Instanz, bei wel-
cher eine möglichst baldige Entscheidung Statt
finden kann, vorgefchlagen. Die Appellations-
Summe, deren eigentlicher Zweck jetzt wegfällt,
wird zu 20 bis 25 Rthlr. und zu 10 bis 12
Rthlr herabgesetzt, je nachdem das gravirenve
Erkenntniß von einem Untergerichte oder einem
Landesgerrchte gefallet ist. Querelen sollen nur
dann statt finden, wenn die gravirende Verfü-
gung dem Gegner nicht mitgetheilt ist, und auch
dann nicht eher, als bis der Gravirte sich zu-
vor mit einer Gegenverstellung an den vorigen
Rich-

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