Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

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Gxöße des Schadens, also von einem oft nur
zufälligen Erfolg, als von dem Grade der morar
lifchen Imputation und der inneren Gefährlich-
keit der Handlung abhängig«zu machen, das
Aufhören der Rechtsverletzung auf die Minde-
rung der Strafe eiawirken zu lassen und über-
haupt in der Festsitzung bestimmter, alle Will-
kühr entfernender Regeln die bisherige richter-
liche Beurtheilung der individuellen, stets
von einander verschiedenen Lagen und Umständen
zu beschränken oder gar aufzuheben— dies mag
hier unbeurtheilt bleiben.
Nur das darf ich nicht unbemerkt lassen, daß
eine Stufenleiter, wie sie der Herr Verfasser
bei Bestimmung der Classen, in welche der Ver-
brecher als Urheber, Theilnehmer oder
Begünstiger im Allgemeinen gehört, aufstellen
will, nach andern Grundsätzen geordnet feyn
müßte, um einer guten Gesetzgebung empfohlen
zu werden. — Bei der hier gelieferten Stufen-
leiter kann es dem nur etwas aufmerksamen
Blicke nicht entgehen, daß das Maaß des Ver-
hältnisses bloß nach der mehr oder minder mit-
telbaren Wirkung der körperlichen Werkzeuge
rmd nicht — wie es doch wohl « feyn sollte,
wenn nicht eben daher die Unauflöslichkeit der
Aufgabe entstünde — nach richtigen Grund-
sätzen der moralischen Imputation genommen ist.
Wenn z. B. der mittelbare Urheber durch
Ansinnen, Vorschlägen, (also auch gewiß
durch Beauftragung) mit verheißener oder
gewährter besonderer Belohnung ver-
»5 * b u n-

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