Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

( 33g )
e) daß dagegen, wenn es annoch auf Beweist
und Gegenbeweiß ankommt, der Termin,
binnen welchem Lehterer anzutreten, nur
von der Zeit an zu berechnen, da tzemjenir
gen, welcher Gegenbeweiß führen will, die
geschehene Antretung des Hauptbeweises
zur Wissenschaft gelangt ist; im übrigen
jedoch
f) der Gegenbeweiß, wenn eS auch vom Richr
rer nicht ausdrücklich bestimmt worden,
nach Maaßgabe der König!. H. Tribunals-
Ordnung P. II. Tic. XIX. §. io. und
Tic. XU. §. Z. mit dem Haupt-Beweise in
gleichen Terminis angetreten und pari psssu
geführt werden müsse, nicht aber es hiemit,
es mag von einem indireeten oder direeren
Gegenbeweise die Frage seyn, bis nach voll-
führtem Hauptbeweise ausgeseßt bleiben
könne; indessen hiebei das in der zuletzt
angezogenen Stelle der Ordnung, so wie
auch P. II. Tic. 33. § 5* gedachte bene-
ficium L. si quidem C. de exceptionibus
unbenommen fey; Letzlich
g) daß jedem Theil nur eine Beweißsührung
verstattet werden könne, hinfolglich, wenn
dem Kläger der Hauptbeweiß annoch ob-
liegt, und dem Beklagten der' Gegenbe-
weiß einer Einrede freygelassen worden,
jener, was er zur Elidirung dieses Gegen-
beweises beyzubringen hat, mit der Füh-
rung feines Hauprbeweifts zugleich beibrinr
gen müsse.
22 * Da-

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