Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 4 (1818))

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( S2g )
K. IQ.
©melitt und Elsässer (§. 5.) wollten den
Satz: si vinco.vincentem re. etiam« vinco ce
auf unseren Conmrs Fall angewandt wissen. K ori
am angeführten Ort sagt: wenn von A. B. C.
eines PrioritätS - Urtheils, 0 gegen A ein Rechts-
mittel ergreife und siege, so. könne B eben so gut
zu C sagen: vinco vincentem te, etc. als C
zu B sagen könne. Schweppe am angeführten
Ort bemerkt bloß, daß der Säh, si vinco etc.
hier nicht anwendbar fey.. So wird es nicht ganz
überflüssig seyn, die Anwendbarkeit des Satzes
naher zu untersuchen.
Das 5i vincö vincentem te etc. kann nur
vom wirklichen Rechte, nicht aber vom for-
mellen Rechte gelten. Dieß auf unsere Priori-
täts-Streitigkeiten angewendet: solange zwischen
drei Gläubigern A. B. L. bloß die Frage davon
ist: welche Priorität C (abgesehen von einem
schon vorhandenen PrioritätS-Urtheile) habe? so
ist gewiß, daß wenn B den Vorzug vor C hat,
und 0 den Vorzug vor A; so muß auch B
den Vorzug vor A haben. Es ist das ein blo-
ßes Rrchnyngs-Exempel: B ist größer, als C,
und C ist größer, als A, also muß auch B grö-
ßer seyn, gls A. Dieß sagt der Satz:,5i vinco
vincentem etiam vinco te, welcher insofern
beim

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