Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

c 207 )
beneficio inventarii bie Erbschaft antreten, noch
norhrpendiger werden. Der Erbe, welcher so
die Erbschaft antritt, bleibt Erbe, er behält den
ganzen Nachlaß, zahlt aber an die Ereditoren
nicht weiter, als die Erbschaft reicht. Die Be-
zahlung geschieht auch nicht etwa nach einem
Priorirärs - Plan, nein! er zahlt gültig »piimo
venienri«: den Ereditoren, welche am Ende zu
kurz kommen, ist bloß die Befugmß errheilt,
wenn sie bessere Rechte haben, sich an diese zu
halten. Welche Unsicherheit, welche Weitläuf-
tigkeiten! —
' Gerade dieser Willkühr der Erben und der
Möglichkeit, daß sie die Erbmasse, des Inventars
ohngeachret, selbst durchbringen, oder daß sie an
solche Ereditoren zahlen, von welchen am Ende
nichts wieoer zu haben ist, kam» mit dem An-
trag auf separatio bonorum defuncti a bonis
heredis begegnet werden *).
§. «.

*) Nur allein unter der Voraussetzung, daß dem
Gläubiger des Erblassers die separatio bonorum
defnncti a bonis heredis znsteht, erscheint daS
benehcium inventarii, wie es den Erben VvN
Jusiinian zugestanden ist, nickt ganz verwerf-
lich. Der Creditor, welcher von der Befugniß
auf

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