Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

c -sr )

treffen auch die hypochecarischen Creditoren. Ger
wöhnlich stellt man zwar die Sache so vor, als
ob die hypochecarischen Creditoren gleich durch,
Anstellung der hypothecarischen Klage gegen den-
jenigen der Erben, welcher die Hypothek besitzt,
ihre Forderungen realisiren könnten. Jeder Erbe
repräsentirt aber, wie wir oben gesehen haben,
den Erblasser nicht weiter, als für den Theil zu
welchem er Erbe ist, und es kann dabei keinen
Unterschied machen, ob die Hypothek des Gläu-
bigers auf ihn gekommen ist, oder nicht. Wenn
also z. E. 5 Erben sind, so haftet jeder Erbe für
i der Schuld; Ln Rücksicht der übrigen | hat
er als Erbe keine Verbindlichkeiten, und ist als
ein Dritter anzusehen. Besitzt er nun die Hypo-
thek des Gläubigers, so kann dieser zwar gegen
ihn für 4 der Schuld sofort die hyporhecarische
Klage anstellen, Ln Rücksicht der übrigen 4, muß
der Gläubiger' aber erst jeden der übrigen Erben
auf | ausklagen, denn dem Besitzer der Hypothek,
steht wie jedem tertius bonae fidei possessor, in
Rücksicht der übrigen f, die exceptio excussio-
nis zu.
Nach dem Recht des Codex (L. 2. C. si unus
ex plurib. hered. g. 33 ), mögte,sich vielleicht
die Sache anders verhalten; allein, nach der Nov.
4. c. 2. wird man dem Erben das beneficium ex-

cus-

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