Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

( -s- )

Here specielle Gesetz auf. Der Gesetzgeber würde
sonst die Beschränkung angedeuket haben.
Grade das scheint denn auch der gesetzliche
Satz: Lex posterior generalis non semper mutac
legem priorem specialem auszudrücken. Z u-
weilen nämlich ergiebt sich aus dem Inhalt der
lex posterior generalis, baß die prior specialis
nicht aufgehoben ftyn soll, welches sonst angenomr
men werden müßte, weil „semper specialia gene-
ralibus insunt".
Freilich pflegt man sogar den Satz: lex poste-
rior generalis non semper mutat etc. für die
Behauptung: daß in der Regel die lex poste-
rior generalis die lex prior specialis nicht auf-
hebe, anzuführen *). Die Worte ,,-ro-r semper"
drücken aber doch wohl offenbar das Gegencheil
aus, und — was sollte wohl der vernünftige Sinn
des Gesetzes seyn? —

*) Hufeland Lehrbuch des EivilrechtS.
§. 24. n.b. und Andere.

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