Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 4 (1818))

C 190 )

glaube ich die Entscheidung ohne Weiteres dem
Leser überlassen zu können. Nur bitte ich, nicht
etwa mit dem ohnehin häufig falsch angewandten:
clarius loqui debuisses, an die Entscheidung zu
gehen. Zwischen dieser CdnttactSrAustegung und
der Auslegung der Gesetze ist kein Unterschied.
In Vem Gesetze oben heißt es: in coro jure ece.
Auch waren die Beweist an den Gesetzen selbst
sehe leicht, zu führen.

§. 9*
Gönner fertigt die angeführten Bestimmun-
gen der L. 80, und L. 147. de R. J., welche
gewiß mit jeder Gesetzgebung in bester Eintracht
stehen, gänzlich als sich widersprechend ab, sagt
dann weiter; der Gesetzgeber könne nicht alle Ge-
setze kennen und bahnt sich so den Weg zur Auf-
stellung seiner Ansicht von dieser Materie, welche
Ansicht schon Thibaut nicht ausreichend fand*).
Hier will ich nur den Punct noch ausheben,
welchen Thibaut nicht berührt. Der Gesetz-
geber, sagt Gönner, könne nicht alle Gesetze
kennen.
Wahr

*) Gönner Juristische Abh. Bd. i. Abth. 7.;
Bd. 2. Abh. 35.

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