Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

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r
§. 4*
Dritter Saß. „Regeln werden zum Zweck
„der Anwendung aufgestellt, mithin ist alles Be-
„fondre, worauf die Prädicate der Regel passen,
„im Grunde in der Regel enthalten/"
Der Saß: daß alles (Besondere), worauf
die Prädicate der Regel passen, in der Regel ent-
halten sey, ist noch pon Niemanden in Zweifel
genommen!
Vierter Saß. Daß man aus der blo-
ßen Wiederholung einer Regel des ältern Rechts
nicht ableiten kann, daß der Gefehgcber damit
die Einzelnheiten des älter» Rechts habe vernich-
ten wollen, ist gewiß. Will man den Saß aber
wie Thibgut hier unpassend thut, in Bezie-
hung auf verschiedene Legislationen z. E. auf
das Römische, und Kanonische Recht an-
wenden, so kömmt eigentlich alles zunächst !auf
die Beantwortung der Frage''an: wie weit gelten
die verschiedenen Gesetzbücher neben einander?
was Thibaut ganz übersehen hat. — Sollte
z. E. das Kanonische Recht ausschließlich
gelten, so könnten natürlich deshalb, weil es eine
Regel des Römischen Rechts ausspricht, die in
diesem von der Regel befindlichen Ausnahmen nicht
weiter gelten; sonst müßte daö Kanonische Recht die
Ausnahmen mit ausgenommen haben. -

§» 5*

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