Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 4 (1818))

( * *56 )
Wendet man dieses auf den Vertrag des
Arztes mir seinem Kranken an, so ist keim Grund
vorhanden, zu.behaupten, daß er der natürlichen
Billigkeit entgegen sey; vielmehr verlangt diese,
eine Handlung oder einen Vertrag, über dessen
Gültigkeit gestritten wird, eher bei Kräften zu
erhalten, als umzustoßen. Ganz deutlich sagt
Paulus*):
Lemper ia dubiis id agendum est, ut quam
tutissimo loco res sit bona fide contracta:
msi cum aperte contra leges scriptum est*
Noch weniger ist in diesem Vertrage an sich
etwas den guten Sitten widersprechendes, etwas
u moralisches, enthalten **). Zwar behauptet
unter andern Zoesius ***) dies, allein natür-
lich, ohne irgend einen Grund dafür anzugeben..
Dazu kommt hauptsächlich, daß selbst in einem
deutlichen Rescript der Kaiser Diocletianus
und

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*) Fr» ai. fin. D. de reb. dub. (xxxiv, 5.) S.
OWd) Fr* ia. D. eod.
**) Die in den Gesetzen enthaltenen Beispiele z. B.
Fr* La. §. 6. D. raand. (xvu, i.) Fr. 35. §. 1*
v. de v. 0. (xlv, «.) U. M. a. geben dies deut-
lich zu erkennen.
***) In Comm* ad Dig. L* II. Tit. »4« no. SO.

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