Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

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Freilich läßt sich nicht leugnen, daß das ar.
gtfmentum a contrario oft täuschen kann *);,
allein daß es auch im gegenwärtigen Fall trüge,
muß entweder aus andern Gesehen, oder auch
aus allgemeinen Rechtsgrundsthen bewiesen werden.
Bestimmte Gesetze haben wir nicht; und die
Rechtsgrundfätze, wenn wir auf den ganzen Geist
des Römischen RechtS Rücksicht nehmen, sprechen
offenbar für die Gültigkeit solcher Verträge.
Die Römer stellten, wie bekannt, den allger
meinen Satz **) auf: Alle Verträge, welche
weder durch Gewalt und Furcht bewirkt worden,
noch der natürlichen Billigkeit oder den guten
Sitten oder bestimmten Verordnungen entgegen-
laufen, sind gültig und bindend.
Wen-

*) Wie z. V. Baehmer de Querela jnoff, fratrum
consang. §. 7. (iu Exerc. T. II p. 7K9.) Noödt
de Usufr* L. II* c* jo und Probab* L. I. c* Z.
§. 4. (E Opp. T. I. p. Z79. L* sin* «. p. H. B.)
und Rapolla der Rechtsgelehrte, (über-
setzt von Griesinger. Stuttgardt 1792.
8.) §. 47. mit mehreren Beispielen gezeigt haben.

**) Fr* 7* §. 7* 14. j 6. D. de pact* (ll, 14*) Fr*
15. D* de co»dit* inst* (xxviii, 7.) c. 6. C* de
pact* (II, Z.)

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