Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

f

C 138 )
der Grund hinreichend, daß er in dem Separat-
Proeeßgange, den der Beklagte wegen seiner
nicht liquiden Einrede mit ihm durchgehen muß
und in dem langsameren Gange des ordentlichen
Protestes vielleicht Mittel findet, welche ihn der
Eidesleistung ganz überheben,n zu deren Auffin-
dung ihm aber der rasche Gang des summari-
schen Protestes nicht hinlängliche Zeit läßt. Ue-
berhaupt sind wohl
5) alle Rechtslehrer, welche bisher die Eides-
delarion für ein auch im summarischen Processe
zulässiges liquides Beweismittel gehalten habm
— man sieht dies aus dem Schwankenden ihrer
Gründe — hiebei mehr von einem dunklen Ge-
fühle der Billigkeit, als von einer klaren Ansicht
des Rechts geleitet worden. Den Beklagten
darum, weil es ihm an Beweismitteln fehlt,
zur sofortigen Bezahlung zu verurcheilen, hat
ihnen auf der einen Seite hart, auf der andern
Seite aber der strenge Gebrauch, den der
Kläger von seinem Rechte macht, unbillig ge-
schienen.
Indessen ist wohl me eine Billigkeit weniger
von den Gesehen begünstigt geweftn.
Vigilantibus jura sunt scripta,'ttnb so höchst
unbillig es seyn würde, den Kläger, der bei der
Verleihung seines Geldes eine in den Gesehen
hoch-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer