Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

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schein als ächt und an sich beweisend zu, behaup-
tet aber, daß er die Urkunde im Zustande der
Krankheit, des Wahnsinns, der Trunkenheit aus-
gestellt, daß Zwang oder Irrthum ihn dazu ver-
leitet habe, so wird er, wenn er auf Beibehaltung
des Execmiv- oder Mandats - Protestes Anspruch
machen will, sich zum Beweise dieser Replik wie-
der liquider Beweismittel bedienen müssen.
Bon eigentlichen Einreden gegen Urkunden
kann hier also überall nicht die Rede, sondern
eS können nur solche Aufstellungen verstanden seyu,
welche, indem sie die Aechrheit der Urkunden un-
bestritten lassen, gleichwohl ihre Beweiskraft in
Zweifel sehen, z. B. der Kläger wendet gegen
die von dem Beklagten gegen ihn producirte Qui-
tung ein, sie sey noch nicht zo Tage alt, oder
seht einen ihm zum Zweck der Compenfation op-
ponirten Schuldschein die Replik des nicht bezahl-
ten Geldes entgegen; er behauptet das Instru-
ment fey incliscrerum, es enthalte keine causa
6ebencii, oder solvenäi, oder er zeigt, daß die
Interpretation des Beklagten unrichtig fey u.f.w.
Alle diese Aufstellungen aber sind von der Art,
daß sie der Richter ohne weitere Verhandlung
prüfen und über den Gehalt der , Replik sofort
erkennen kann.
Sie

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