Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 4 (1818))

( IOX )

Cxecutiv; Proceß würde in den m<hrstm Fällen
der Kläger nicht angehalten werden können, sich
in dem nicht zum Zeugenverhör, sondern zur Ur-
kunden - Production angesetzren Termine auf eine
solche Beweisführung einzulassen.
2) Der sogenannte künsiliche Beweis, d. h.
der Beweis durch Zusammenstellung mehrerer
Tn tsachen, welche mit dem BewerSsaße zwar
nicht 6necre, aber doch inciirecce in solcher Ver-
bindung stehn, daß der Beweissatz daraus mit
Gewißheit herzuleitcn ist, kann hier eigentlich zu
keiner Erörterung kommen, weil keine eigne Klasse
der Beweismittel dadurch bezeichnet wird, son-
dern alle anderen Beweismittel dabei concurrir^n.
Ob ein solcher Beweis im Execut-v- oder
MandatS-Processe zulässig sey, wird von den Mit-
teln abhängen, durch welche die einzelnen Thar-
sachen, aus denen zusammengenommen der Boweis-
satz selbst gefolgert werden soll, zur Liquidität ge-
bracht werden.
Kann der Beweisführer den Richter von der
Wirklichkeit der zusammengestellten Tharsachen
und von deren Schließlichkeit auf den Hauptbe-
weissatz zur rechten Zeit die nöthige Ueberzeugung
verschaffen, so kann allerdings auch ein solcher
Beweis zulässig scyn.

F«st

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