Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

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diese Vortheise vernichten, so muß er diese Ber
weise seines Gegners durch eben so liquide Be-
weise seiner Einreden unnütz machen.
Um daher zu beurcheilen, ob der summaria
schr Proceß einzuleiten und ob 'in demselben, der
Einreden des Beklagten ungeachtet, fortzufahren
sty, kommt es aus einen richtigen Begriff von
Liquidität an.
Es versteht sich von selbst, daß dieser Be-
griff bei dem Kläger und bei dem Beklagten auf
gleiche Weise festgestellt werden muß, und von
der Liquidität der Einreden des Beklagten kein
anderer Begriff, als von der Liquidität des
Klagegrundes zum Grunde gelegt werden.
Was Liquidrtät an und für sich fey, bedarf
keiner Erklärung. Liquide ist eine Behauptung,
wenn sie erwiesen ist, d. h. wenn sich das Ger
gentheil derselben moralisch nicht mehr als mög-
lich denken läßt*). Auf diese Art kömmt Liqui-
dität
,,, ... ..■..."in . .. I .-—.
*) So einfach diese Erklärung ist, so wenig scheint
dieselbe in der Praxis immer zum Grunde gelegt
zu werden. Wenigstens scheint sie d er Richter
nicht zum Maaßstab seines Verfahrens zu neh-
men, der auf bloße sogenannte Bescheinigung
z. B. auf die AuSskge eines oder mehrerer
vnbeschwornen Zeugen den Mandatsproceß ein-
zuleiten kein Bedenken trägt.

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