Full text: Volume (Bd. 4 (1818))

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wichtige Handlung ankömmt, die Uebereilung am
wenigsten empfehlen lassen.
Es würde also, um den Beweis durch Eides-
drlation dem Urkundenbeweise der Liquidität nach
gleichzustellen, nöthig seyn, den Kläger zuvor sei-
nes Rcchrs auf die ihm gesetzlich zustehende Be-
denkzeit zu berauben.
z) Daß kein Gesetz existirt, welches den
Kläger pure zur Annahme, oder zur Verweige-
rung des deferirten Eides verpflichtet, sondern
daß er vielmehr gesetzlich das Recht hat, sein
Gewissen mit Beweis zu vertreten, d. h. statt der.
Eidesleistung dasjenige, was er schwören soll,
durch anderweitige Mittel zu beweisen, durch Mit-
tel, die ihm vielleicht nicht sofort zur Hano sind,
die er aber zu dem alleinigen Zweck, damit das gegen
ihn gebrauchte Beweismittel Liquidität erlange,
aufzugeben, nicht gezwungen werden kann.
Aus diesem Grunde geht die Meinung der
neueren Rechtslehrer fast durchgängig auf die ver-
neinende Beantwortung der Frage, welche dadurch
der schon ältern Meinung in
Wernher tom i. part. t. obs. Z6.
Carpzow Proc. tit. 22. art. x. nr. 24.
beitreten.
Vorzüglich sind unter diesen Neuern zu
erwähnen:
Danz

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