Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

( 73 )

Daß aber das eigne Handanlegen, und das gewalt-
same Hinauswerfen aus dem Hause dahin gehöre,
wird niemand behaupten können. Ueberdies aber
waren die Aeusscrungen des Inculpaten, um derent-
willen zunächst die Thäclichkeit geschah, in keiner
Rücksicht öffentliche Injurien, konnten daher auch
nicht einmal unter der Form des Rechts von dem
Beleidigten selbst, der deshalb nur zur Klage be-
rechtigt war, bestraft werden.
cff Boex-imer ad Carpzov. Q^ioo. obs. 2,
Harprecht c. 1. nr. 203. 303.
Quistorp rcchtl. Bem. I. 6.
Weber a. a. O. Th. Hl. S. 233.
Als Hausvater, geniest ein jeder innerhalb feiner
Wohnung eine vorzügliche Sicherheit; Beleidi-
gungen, die an ihm an diesem Orte begangen wer-
den, werden strenger, als andere, bestraft. Aber
nirgends ist das Recht bestimmt, sich der Selbst,
hülfe und des gewaltsamen Hinauswerfens aus dem
Hause um wörtlicher Beleidigungen willen zu bedie-
nen. Vielmehr ist es bekannt, daß auch der
Hausherr von seiner Seite den Hausfrieden verletzt,
wenn er Personen in seinem eignen Hause mishan-
dekt.
cf. Runde deutsches Privatrecht, $. i8i.
DanH

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