Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

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weiteres, ihm ganz dicht zur Seite, an den Tisch
hillgetreten. Darauf habe er mit starker Stimme
und heftigen Gesticulationen gesagt: „er habe eine
Dirne im Dienst; er (Denunciant) solle zu ihr
sogleich den Gerichtsdiener schicken und ihr anbefehlen
lassen, daß sie sich nicht eher auö seinem Dienste
entferne, als bis sie ihr Lohn von ihm empfangen
würde." Dabey habe er sich anmaölich belehrend
und sehr prunkvoll auf die neue Verordnung berufen,
die er selbst besiße, und so eben wieder durchgelesen
habe.
Da er (Denunciant) als Richter die Geseße
ohne alle Anführung der Parkheyen wissen müsse, so
habe er Seemannen mit der vollkommensten Gleich-
mütigkeit und Gelassenheit bedeutet, daß er keiner
Belehrung von ihm bedürfe, sondern nur eine kurze
und wahrhafte Darstellung der Sachvcrhältnisse,
worauf es hierankomme, verlange.
Diese ordnungsmassige Zurechtweisung habe
der Bäcker Seemann übel genommen; habe ange-
fangen in der Stube auf und nieder zu gehen; habe
mit barscher Stimme declami'rt: „er könne nach
der Verordnung die Dirne, die sich beym Gastwirth
Gelineck ohne seinen Schein vermiekhet habe, so
lange behalten, als es ihm beliebe, oder sie müsse
zu

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