Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

t 27 )

Zweifels« und Entscheidungs-Gründe.
Der Jnquisik Johann Fischer, welcher in einem
litthauischen Dorfe im Jahr 1712. gebohrenzu seyn
behauptet, und einen grossen Theil seines Lebens in
Kriegsdiensten verschiedener Mächte will zugebrachk
haben, hat bereits 25 bis 26 Jahr.in Malchin
gewohnt, und sich daselbst die mehreste Zeit mit
Mahlen, wiewohl kümmerlich, ernährt.
Etwa im October 1790. wird er mit einem
fremden Menschen, der sich Winterhof genannt hak,
eigentlich Winteriese soll geheissen haben, zu
Malchin bekannt, und dieser entfchliest sich, weiter
auch ein Mahler ist, von Penzlin seine Betten
kommen zu lassen, und zu Jnquisitcn auf dessen
Stube zu ziehen, bey dem Thorschreiber Zingelmann
aber zu speisen, welchen Tisch er Ausgangs Februar
1791. wiederum aufgegeben, und etwa 14 Tage
darauf sich ganz aus der Stadt verloren hat. Die
> Aeusserungen des Jnquisiten über diese plötzliche
Entfernung aus Malchin sind nicht zu aller Zeit
dieselben gewesen ; denn Anfangs hat er gegen, den
Thorschreiber Zingelmann gcäussert, daß der Fremde
in der Penzlinschen Gegend sich aufhalte, und wie-
derkommen werde , auch diesem seinen Stuben«
schlüssel zu dem Zweck eingehändiget, damit er in
seiner

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