Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

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torlo verheißen hat, kann er es eben so halten. —
Hat der Beweisführer ihm den Eyd zugeschoben, nun
so bedarf es seines Gegenbeweises nicht, weil er zum
Richter in seiner eigenen Sache gemacht ist — er
acceptiret oder referiret den Eyd, oder vertritt sein
Gewissen mit Beweis — dis Sache erreicht dadurch
ein geschwinderes Ende, und wir vermögen nicht
einzusehen, was es der Gerechtigkeit schade, daß er
einen Gegenbeweis angetreten hat, dessen er nun
nicht bedarf. — Dahingegen die Sache auf den Fall,
wenn ordentliche Beweismittel zur Hand genommen
worden sind, ausserordentlich fortgerücket ist, wenn
nun nicht allein der Beweis, sondern auch der Ge-
genbeweis, schon angetreten worden ist. Kosten
entstehen dem Gegenbeweisenden dadurch weiter kei-
ne, als diejenigen, welche die Enkwerfung derArti-
kul und des Einreichungs-SupplicatS erfordert.
Denn wenn der Gegenbeweis früher als der Beweis
angetreten wird, so nehmen wir nach unserm modo
procedendi die Gegcnbewcisantretung bloß ad acta,
und erkennen eher nichts, bevor nicht der Beweis
angekreten worden ist, und sich findet, ob er überall
angetreten werde, oder die Art und Weise, wie er
angetreten wird, Gegenbeweis erfordere oder zulasse
— da denn alles mit einem Male ausgesertiget wird.
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